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Das Westernreiten

 

Deutsche Meisterschaften Westernreiten, Foto: dietz_helmut_flickr

Beim Westernreiten denkt vielleicht der ein oder andere an Cowboys die auf ihrem Pferd sitzen, durch die Prärie reiten und in einer verlassenen Stadt den Saloon betreten und sich einen Whiskey bestellen während das Pferd draußen aus der Tränke säuft.

Diese Vorstellung ist gar nicht so verkehrt. So handelt es sich beim Westernreiten immerhin um eine Form des Reitens, welche sich an der Arbeitsweise der Cowboys orientiert. Der Ursprung dieser Reitart stammt jedoch nicht aus dem Wilden Westen, sondern viel mehr aus Spanien und hat sich aus dem Vaqueroreiten entwickelt.

So werden Westernpferde extra auf die Anforderungen dieser Reitweise gezüchtet, da diese Reitart spezielle Anforderungen hab. Natürlich kann auch jedes andere Pferd benutzt werden. Am besten geeignet ist ein Stockmaß von 155cm und ein rechteckiger Rahmen, was eine lange Hüfte in Kombination mit großer Schulter und trotzdem kurzen Rücken beschreibt. Gerade in Europa gelten die Haflinger und Freiberger als sehr beliebte Pferde für den Western-Stil. Auch besonders gut geeignet sind die Maultiere.

Wie an einen Cowboy erinnernd muss jeder Reiter einen Hut, eine Jeans und Stiefel tragen. Außerdem hat das Pferd einen Westernsattel, welcher vorne ein Horn besitzt und über eine breite Sitzfläche und einen hohen hinteren Rand verfügt. Außerdem verfügt er über lange und bequeme Steigbügel.

Beim Reiten ist es wichtig, dass das Pferd auf jede noch so kleine Bewegung reagiert und kaum über die Zügel gelenkt wird. So ist der Western-Stil auch eine eigenhändige Reitform, da man die Hände nicht benötigt und die freie Hand gut für anderen Dinge gebrauchen kann.

Wichtig ist es nicht zu vergessen, dass das Lernen der Grundlagen das wichtigste ist, da die impulsiven Showeinlagen sonst sehr schädlich für den Pferderücken sein können.

Die Springreiterin

Manuela ist 19 Jahre alt und Springreiterin. Vor zwei Monaten hat sie das Abitur erhalten und fängt in zwei Monaten ein Studium der Betriebswirtschaft an. Sie hat es frei gewählt, den Umzug vom Bodensee nach Frankfurt am Main. Die Vorfreude paart sich mit dem Schmerz. Sie wird Bossly verlassen müssen. Bossly ist ihr Springpferd. Beide waren bislang unzertrennlich. Manuela ist jeden Tag vor der Schule zu Bossly gefahren und hat ihn für den Tag vorbereitet. Nach der Schule ist sie mit ihren Mountainbike zuerst in den Pferdestahl gefahren, um sich davon zu überzeugen, dass es ihrem Freund Bossly gut geht. Dieser hat bereits auf sie gewartet. Tag für Tag. Nun fängt für Manuela ein neues Leben an, ohne Bossly.

Springreiten, Foto: forki23_flickr

Zum Reitsport ist Manuela schon als Fünfjährige gekommen. Ihre Eltern wollten, dass sie eine Beziehung zu Tieren bekommt. Manuela war schon als kleines Mädchen einfühlsam. Kurz nach ihrem siebten Geburtstag hat sie mit dem Springreiten angefangen. Zuerst hat sie ein älteres und erfahrenes Pferd geritten, doch dann kam Bossly, das junge Fohlen und für Manuela gab es nur noch dieses Pferd.

Sie haben jeden Tag miteinander geübt und sich gegenseitig unterstützt. Die Reiterfahrung von Manuela hat ihr viel genützt. Das Galoppieren und die Cavalettiststunden hatte Manuela recht früh drauf. Beide haben sich von kleinen bis zu großen Hindernissen gesteigert und vertrauen sich quasi blind.

Manuela weiß, wie man Bossly beim Springen von ihrem eigenen Körpergewicht entlastet. Das hat viel Arbeit vorausgesetzt. Doch das Training hat sich gelohnt. Sie weiß, dass sie mit Bossly nicht nur ein gutes Reitpferd bekommen hat. Bossly ist ein guter Freund, der sie immer begleitet. Ein Pferd, das für einen Reiter über Hindernisse springt, vertraut dem Reiter und legt ihm sein Leben in dessen Hände.

Gemeinsam haben sie Turniere bestritten und auch oftmals gewonnen. Manuela wird Bossly nun zur Pflege geben müssen. Das fällt nicht leicht, aber der Reitverein wird sich um ihn kümmern und ein neues Mädchen finden, das sich rührend um Bossly kümmern wird.

Die Hungersnot in Somalia

Somalia, Foto: oracleofxamar_flickr

Obwohl sich internationale Hilfsorganisationen stark in Somalia engagieren hat sich die Lage im Land weiterhin verschlechtert. Die Hungersnot nimmt und nimmt kein Ende. Voraussichtlich sind nun drei weitere Regionen betroffenen. Jetzt werden weitere militärische Einheiten geschickt um die Versorgung sichern zu können. Die Truppen von “Atlanta” sollen mehr Lebensmittel bringen und auch die deutsche Marine setzt sich weiterhin ein. Im August wird eine Fregatte starten die von der Bundeswehr geschickt wird.

Die Lage im Land ist kritisch, es geht um Leben und Tod. Die provisorisch errichteten Ernährungszentren können eine komplette Versorgung so vieler Menschen einfach nicht bewältigen. Die Dürre hält weiterhin an und die Flüchtlinge kommen in Scharen. Die Tiere der Bauern sind alle verendet, Armut hat sich ausgebreitet. Vor allem für kleine Kinder ist das Leben derzeit unerträglich. Hungerödeme und starker Krankheitsbefall stehen hier auf der Tagesordnung. Erhalten die Kinder keine Hilfe, sterben sie an diesen Folgen.

Jetzt wird über das Welternährungsprogramm Spezialnahrung nach Somalia gebracht. Besonders Kalorienhaltige Nahrung soll die geschwächten Körper versorgen. Die Nahrung ist auf der Basis von Erdnusspaste geschaffen und enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Das Ziel war mit dieser Spezialnahrung Kinder und Jugendliche damit wieder aufzupeppeln. Dafür müsste aber ausreichend von dieser Nahrung aufgenommen werden, in den meisten Fällen zehren ganz Familien davon. Die Eltern der Kinder sind besorgt, auch wenn sie selbst mit dem Leben ringen. Überfüllte Lager und zu wenig Nachschub an Lebensmitteln lässt die Situation doch einfach nicht entspannen. Nun ist nur zu hoffen dass die bevorstehenden Hilfsaktionen anschlagen und nicht noch mehr Menschen ihr Leben lassen. Außerdem muss eine nachhaltige Versorgungskette entstehen, da die Menschen in Somalia alles verloren haben und ohne ihre Existenzen mittellos sind.