Archive for the ‘Pferde’ Category
Das Islandpferd
Islandpferde Cornelia Pretzsch - Fotolia.com
Der Schnee liegt kniehoch, der Wind lässt die einzelnen Schneeflocken wehen und die eisigen Temperaturen geben dazu noch ihr Übriges. Für Menschen mag eine Tour durch diese Umgebung nur mit teurer Winterjacke und gut gefeierter Zwiebeltaktik nur durchstehen zu sein, doch für tierische Lebewesen ist es ein ganz normaler Ritt durch die Natur. Dass hierbei das Wort “Ritt” zum Tragen kommt, ist im Übrigen kein Zufall, schließlich sind Islandpferde – trotz ihrer Größe – Pferde.
Sie sind sehr stämmig, haben zum einen ein sehr dichtes Winterfell, weil die kalten Temperaturen an ihren Standorten dieses auch notwendig machen, und zum anderen sind die Haare sehr lang, damit sie auch eben vor Schneewehen schützen. Ein wenig ähneln Islandpferde vom Kopf her kleinen Kindern oder älteren Männern, denn ihr großer Kopf mit seinen großen Kulleraugen schafft Vertrauen. Schaut man genau hin, könnte man meinen, das Islandpferd würde einen anlachen. Im Durchschnitt sind diese Pferde 1,30 bis 1,45 Meter groß und schaffen fast schon menschliches Alter zu erreichen. Denn sie können selbst im Alter von 20 Jahren – manchmal sogar bis 30 Jahren – noch geritten werden.
Islandpferde sind durch ihre robuste Statur für einen Ritt durch schwieriges Gelände ebenso gut geeignet wie ein Honda Motorrad. Das mag sich auf dem ersten Blick genauso komisch anhören, wie auch dieses Pferd beim ersten Blick aussieht, doch das ist kein Witz, weil man mit Islandpferden viele gute Erfahrungen gemacht hat, so dass man durchaus von einem zuverlässigen Reitpferd sprechen kann, wenn man die Möglichkeit bekommt, ein Islandpferd zu reiten. Damals und teilweise noch heute werden sie für die Arbeit und den Transport genutzt, meist allerdings nur noch für das Reiten. Und dabei sind sie bei diesen Gegebenheiten der Umgebung wirklich besser geeignet als ein Motorrad, weil das Islandpferd mehrere Gangarten auf Lager hat: Schritt, Trab, Galopp sowieso und auch noch Tölt und den Pass.
Reiterferien im Bayrischen Wald
Reiterferien, © Martina Berg - Fotolia.com
Der Bayerische Wald bietet Urlaubern viel mehr als nur Zeit zum Relaxen. Das Waldgebiet, dass aufgrund seiner Unberührtheit ein beliebtes Urlaubsziel für Urlauber aus ganz Deutschland ist, bietet nämlich die Möglichkeit zu zahlreichen Freizeitaktivitäten. Die dichten Bäume und vielen Waldwege laden geradezu zu einem Ausritt ein. Wer mit seiner Familie eine erholsame Zeit der etwas anderen Art verbringen will, der sollte sich in den Sattel schwingen und den Wald von einer ganz neuen Seite entdecken.
Entlang der Reitstrecken finden sich allerelei Einkehrmöglichkeiten, die sich auf Pferdetourismus spezialisiert haben und auch für das Wohl der braven Reittiere sorgen. Eine besonders schöne Strecke ist der Ritt durch den Bayerischen Nationalpark.
Auch einen Ausflug nach “Pullman City” ist die Mühe in jedem Fall wert. Dieser Themenpark ist ganz dem Wilden Westen gewidmet und die ganze Familie hat dort etwas zum Staunen. Das Thema Reiten wird in der Region sehr groß geschrieben. Für Pferdeliebhaber finden das ganze Jahr über verschiedenste Veranstaltungen statt. Da gibt es hochrangige Turniere internationale Reiterspiele, Orientierungsritte, Jagden, Jahrmärkte und beliebte Pferderennen mit viel Flair.
Auch für Eltern mit behinderten Kindern bietet die Region ein tolles Angebot. Bei der sogenannten Hippotherapie, also dem Gebrauch des Pferdes für Medizin, werden Patienten mit oder auf dem Pferd einer krankengymnastischen Behandlung unterzogen. Wenn ihr Kind, oder ihr Partner an Bewegungsstörungen leidet, so kann ihr Hausarzt eine Hippotherapie verschreiben, die von geschulten Physiotherapeuten durchgeführt wird.
Bei Lernbehinderungen kann durch heilpädagogisches Reiten eine Verbesserung der Konzentrationsleistung und der Aktionsfreudigkeit erzielt werden.
Wer seine Reiterferien im Bayrischen Wald nicht enden lassen will, der muss eben ein Umzugsunternehmen engagieren und sich direkt im Freistaat niederlassen.
Das American Quarter Horse
American Quarter Horse © Jeanette Dietl - Fotolia.com
Beim American Quarter Horse handelt es sich um eine ganz bestimmte Pferderasse, die mit mehr als 4,6 Millionen registrierten Pferden in ihrer Zahlenordnung die häufigsteder Welt ist. Der Ursprung der Rasse geht auf die USA des 18. Jahrhunderts zurück, wo sich auch heute noch das hauptsächliche Zuchtgebiet befindet. Sie entstand aus einer Kombination der “Nachfahren” spanischer und anderer Rassen, die von den Konquistadoren importiert wurden, nachdem das Pferd auf dem amerikanischen Kontinent bereits ausgestorben war.
Den Namen erhielt diese in ihrem Charakter unverwechselbare Rasse in Anlehnung an die in damaliger Zeit innerhalb der Südstaaten beliebten Quarter Mile Races. Dabei handelte es sich um ein Rennen über eine etwa 400 Meter lange Hauptstraße, zu dem jeweils zwei Pferde gegeneinander antraten.
Diese freundlich und ruhigen, jedoch auch überaus nervenstarken Charaktere, spielten eine bedeutende Rolle an der Seite der Cowboys, als es um die Eroberung des Westens ging. Lernfähig und leicht trainierbar wurden sie jedoch auch eingesetzt, um Kutschen oder den Pflug auf dem Feld zu ziehen und im Anschluss wieder ein Rennen zu bewältigen. Diese Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit macht das American Quarter Horse noch heute so beliebt. Die ruhigen Pferde mit kurzem Keilkopf und kurzem Maul werden deshalb auch gerne in Reitschulen und bei der Arbeit mit Kindern eingesetzt. Sie sind außerdem leicht an den kleinen Ohren und großen Augen, zusammen mit den stark ausgeprägten Ganaschen- und Stirnmuskeln zu erkennen.
Derzeit züchtet man zwei unterschiedliche Typen des American Quarter Horse. Einer unter ihnen richtet sich noch immer nach dem klassisch muskulösen, aber schnellen Tier, das vornehmlich für Reining- und Cuttingdisziplinen eingesetzt wird, während sich der zweite Typ, mit langer schmaler Erscheinung, für Hunter- und Horsemanshipdisziplinen eignet.