Reiten als Chance für Übergewichtige

Was früher einmal als schnelle Reisemöglichkeit eingesetzt wurde, ist heute in Freizeit und Sport zu einer der beliebtesten Fortbewegungsarten der Menschen geworden. Mit Einsatz von Stimme, Schenkeldruck, Zaumzeug und Hilfsmitteln wie Gerten, lässt sich manches Tier mehr oder weniger gemächlich vom Rücken aus lenken.

Doch nicht nur in Sport und Freizeit, auch in therapeutischen Bereichen wird das Reiten eingesetzt. Davon will man nun auch Gebrauch machen, um gegen Übergewicht schon im Kindesalter anzugehen. Oft wird in solchen Fällen geraten, sich gesünder zu ernähren oder mehr zu bewegen, doch das Eine bedingt das Andere und so sind vor allem Kinder mit Übergewicht selten fit und motiviert, sich in den Sport zu stürzen.

Mit “Kids auf Trab” will man sich nun die Kraft der Tiere zu Hilfe holen, indem Kinder erst einmal ganz passiv erfahren können, wie viel Spaß Bewegung an der frischen Luft machen kann. Ohne es zu merken oder sich überwinden zu müssen, erfolgt die eigene Bewegung beim Ausmisten, Putzen der Pferde oder bei zahlreichen Übungen mit und auf dem Pferd. Dabei sollen die Kinder im Laufe der Zeit nicht nur erfahren, wie es ist, ein Gefühl für das Tier und seine Bedürfnisse, sondern auch für ihren eigenen Körper zu entwickeln.

So können Kinder, die aufgrund ihres Übergewichts möglicherweise im Laufe der Zeit an Diabetes oder Herz-Kreislaufstörungen erkranken können, auf spielerischem Wege einen ersten Schritt machen, ihrem Problem zu begegnen. Drei ehrenamtliche Therapeuten und zwei langzeitig ausgebildete Pferde begleiten die Kinder in diesem Projekt dabei, dass derzeit noch auf Spenden angewiesen ist.

Reiterferien im Bayrischen Wald

Reiterferien, © Martina Berg - Fotolia.com

Reiterferien, © Martina Berg - Fotolia.com

Der Bayerische Wald bietet Urlaubern viel mehr als nur Zeit zum Relaxen.  Das Waldgebiet, dass aufgrund seiner Unberührtheit ein beliebtes Urlaubsziel für Urlauber aus ganz Deutschland ist, bietet nämlich die Möglichkeit zu zahlreichen Freizeitaktivitäten. Die dichten Bäume und vielen Waldwege laden geradezu zu einem Ausritt ein. Wer mit seiner Familie eine erholsame Zeit der etwas anderen Art verbringen will, der sollte sich in den Sattel schwingen und den Wald von einer ganz neuen Seite entdecken. 

Entlang der Reitstrecken finden sich allerelei Einkehrmöglichkeiten, die sich auf Pferdetourismus spezialisiert haben und auch für das Wohl der braven Reittiere sorgen. Eine besonders schöne Strecke ist der Ritt durch den Bayerischen Nationalpark. 

Auch einen Ausflug nach “Pullman City” ist die Mühe in jedem Fall wert. Dieser Themenpark ist ganz dem Wilden Westen gewidmet und die ganze Familie hat dort etwas zum Staunen.  Das Thema Reiten wird in der Region sehr groß geschrieben. Für Pferdeliebhaber finden das ganze Jahr über verschiedenste Veranstaltungen statt. Da gibt es hochrangige Turniere internationale Reiterspiele, Orientierungsritte, Jagden, Jahrmärkte und beliebte Pferderennen mit viel Flair. 

Auch für Eltern mit behinderten Kindern bietet die Region ein tolles Angebot. Bei der sogenannten Hippotherapie, also dem Gebrauch des Pferdes für Medizin, werden Patienten mit oder auf dem Pferd einer krankengymnastischen Behandlung unterzogen. Wenn ihr Kind, oder ihr Partner an Bewegungsstörungen leidet, so kann ihr Hausarzt eine Hippotherapie verschreiben, die von geschulten Physiotherapeuten durchgeführt wird. 

Bei Lernbehinderungen kann durch heilpädagogisches Reiten eine Verbesserung der Konzentrationsleistung und der Aktionsfreudigkeit erzielt werden. 

Wer seine Reiterferien im Bayrischen Wald nicht enden lassen will, der muss eben ein Umzugsunternehmen engagieren und sich direkt im Freistaat niederlassen.

Das American Quarter Horse

American Quarter Horse © Jeanette Dietl - Fotolia.com

American Quarter Horse © Jeanette Dietl - Fotolia.com

Beim American Quarter Horse handelt es sich um eine ganz bestimmte Pferderasse, die mit mehr als 4,6 Millionen registrierten Pferden in ihrer Zahlenordnung die häufigsteder Welt ist. Der Ursprung der Rasse geht auf die USA des 18. Jahrhunderts zurück, wo sich auch heute noch das hauptsächliche Zuchtgebiet befindet. Sie entstand aus einer Kombination der “Nachfahren” spanischer und anderer Rassen, die von den Konquistadoren importiert wurden, nachdem das Pferd auf dem amerikanischen Kontinent bereits ausgestorben war.

Den Namen erhielt diese in ihrem Charakter unverwechselbare Rasse in Anlehnung an die in damaliger Zeit innerhalb der Südstaaten beliebten Quarter Mile Races. Dabei handelte es sich um ein Rennen über eine etwa 400 Meter lange Hauptstraße, zu dem jeweils zwei Pferde gegeneinander antraten.

Diese freundlich und ruhigen, jedoch auch überaus nervenstarken Charaktere, spielten eine bedeutende Rolle an der Seite der Cowboys, als es um die Eroberung des Westens ging. Lernfähig und leicht trainierbar wurden sie jedoch auch eingesetzt, um Kutschen oder den Pflug auf dem Feld zu ziehen und im Anschluss wieder ein Rennen zu bewältigen. Diese Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit macht das American Quarter Horse noch heute so beliebt. Die ruhigen Pferde mit kurzem Keilkopf und kurzem Maul werden deshalb auch gerne in Reitschulen und bei der Arbeit mit Kindern eingesetzt. Sie sind außerdem leicht an den kleinen Ohren und großen Augen, zusammen mit den stark ausgeprägten Ganaschen- und Stirnmuskeln zu erkennen.

Derzeit züchtet man zwei unterschiedliche Typen des American Quarter Horse. Einer unter ihnen richtet sich noch immer nach dem klassisch muskulösen, aber schnellen Tier, das vornehmlich für Reining- und Cuttingdisziplinen eingesetzt wird, während sich der zweite Typ, mit langer schmaler Erscheinung, für Hunter- und Horsemanshipdisziplinen eignet.