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Der Reiz des Jagdreitens

Jagdreiten von Haltungsturner/ flickr.com
Was ist Jagdreiten? Es mag bei dem ersten Hören auf der Hand liegen, aber Achtung. Anders als der Name vermuten lässt, wird beim Jagdreiten nicht wirklich gejagt. Es handelt sich mehr um eine Veranstaltung, bei der sich Jäger treffen um gemeinsam auf ihren Pferden entlang einer vorgegebenen Strecke im Gelände, beispielsweise in einem Wald, mit kleinen, eingebauten Hindernissen zu reiten. Begleitet werden sie dabei von ihren Jagdhunden. Anders als die Parforforcejagd ist Jagdreiten als Pferde- , gegebenenfalls als Hundesportart anzusehen. Den Reiz des Jagdreitens macht das gemeinsame Erlebnis von Mensch und Tier in der Natur aus.
Die Zersiedelung der Landschaften machen es Jagdreitern zunehmend schwerer ihrer Passion noch richtig nachkommen zu können, durch diese gibt es nämlich kaum noch zusammenhängende Ländereien, die groß genug wären. Groß genug für einen längeren Ausritt in die Natur, groß genug für die Hunde zum Suchen potenzieller Beute. Letzte Möglichkeiten, also große zusammenhängende Freiflächen, bieten ehemalige Truppenübungsgelände oder Ländereien um Schlösser herum.
Gegliedert wird das Jagdreiten in eine Schleppjagd mit Hunden und die Fuchsjagd ohne Hunde. Die Länge der Strecke beträgt meist zwischen 15 und 25 Kilometer, die zu meisternden Hindernisse werden den Reitern vor der Jagd bekannt gegeben, sodass sie sich und ihre Pferde darauf vorbereiten können. Wassergräben, Bergauf- oder Bergabstrecken sind als klassische Beispiele für natürliche Hindernisse anzuführen.
Während einer solchen Jagd gibt es einen sogenannten Master, dieser reitet vorneweg und darf nicht überholt werden. Des Weiteren muss Strich geritten werden, das heißt das Jagdfeld darf nicht gekreuzt werden. Kreuzt doch jemand das Feld, muss dieser sofort zur Seite reiten und warten bis er von allen anderen Reitern überholt wurde.
Das Jagdreiten wird von Reitern aller Altersklassen praktiziert, von jung bist alt ist also alles vertreten.